Tag der UFOs (2023)
SF-Kurzhörspiele: Kosmischer Kreisverkehr, Melonensturt, Planet 'Paranoia', Spiegel der Venus.
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Vom Soziologischen Institut der Uni Hamburg bis zum Tag der UFOs am 2. Juli: Präsentationen und kostenlose Downloads ausgewählter Hörspiele und Hörbücher
Diese Präsentation ist subjektiv und satirenah; es handelt sich um Kunst und Fiktion, nicht um Kaufberatung.
SF-Kurzhörspiele: Kosmischer Kreisverkehr, Melonensturt, Planet 'Paranoia', Spiegel der Venus.
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Vier konkurrierende Initiativen fühlen sich einzigartig und wollen Stiftungsgeld.
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Teil 2 von 'Gewalt geht immer': Perfekte Staatsnähe - Verrat von innen am autonomen Aussteigerprojekt.
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Teil 1 von 'Gewalt geht immer': satirische Berichterstattung über urbane Gewalt zw. Hörfunkmoderatorin und Straßenreporter.
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Leo Greller mit Problem-Fans im Berliner Hickhack-Club: Krimi- und Mediensatire. Großstadt-Hedonisten sind von der Rolle ...
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SF: Aussteiger- und Rebellentum mit Quarantäne, Sekte, KI und Roboterplaneten.
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Schräge Biogrqafie mit NDR-Dudelfunk, Hamburger Schule und feuchtfröhlichen Einsichten beim Badewannen-Interview.
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Liedermacher Leo Greller auf der Reeperbahn: Mediensatire über ein misslungenes Radio-Feature mit buntem und schrägem Ensemble.
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Schwerer Zusammenstoß zwischen Firmenleitung, Betriebsrat und Ethikkommission im Autozubehör-Betrieb.
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Episodenhörspiel über politische Skurrilitäten und fortschreitenden gesellschaftlichen Wandel: Aktivismus, Armut, Aufrüstung etc.
Zur SeiteHartmut Lührs Hörspiele verbinden politische und mediale Satire mit Krimi, Science-Fiction und der Kunstfigur Leo Greller. Frühe Stücke wie Getrübte Einigkeit und Gehobene Narrenfreiheit verorten sich in der Bundesrepublik der 1990er. Ab 2003 treten Greller-Stücke (Abgesang auf Leo G., Halblang, Kleines!, später Groupiedämmerung und Stadt, Land, Schluss!) sowie der SF-Titel Der Wächter der verbotenen Welt hinzu. 2010 folgt Gewalt geht immer mit den Teilen Schmerz statt Kommerz und Stadt, Land, Schluss!; 2013 die Stiftungssatire Staatsnah ... geht die Moderne stiften; 2023 der Science Fiction Tag der UFOs.
Ab den 1990er Jahren verdichtet sich das Programm: Die Trilogie um Getrübte Einigkeit, Gehobene Narrenfreiheit und Geteilte Einsicht verhandelt Rüstung, Terrorismus, Obdachlosigkeit und käufliche Kunst im Ton der Hörspielgroteske – beeinflusst von Michael Gaida, aber mit eigener Kneipen- und Medienlogik. Lühr, 1970 in Hamburg geboren und über Kassetten, frühe Eigenproduktionen und zeitweise die Elektrocombo Abortive Gasp zum Medium gekommen, schließt später ein Soziologiestudium mit einer Arbeit zum Hörspiel in der Erlebnisgesellschaft ab. 1999 gründet er die unabhängige Seite hörspieler.de als Ort für Kritik, Interviews und Gegenöffentlichkeit – gegen die Tendenz, ambitionierte Stoffe den „schönen Erlebnissen“ der Spaßgesellschaft zu opfern.
Mit dem Umzug nach Berlin und Der Wächter der verbotenen Welt (2002/03) testet er die Genregrenze zur Science-Fiction; die gemischten Reaktionen führen ihn rasch zur vertrauten Satire zurück. Ab Abgesang auf Leo G. (2003) wird die Kunstfigur Leo Greller zum wiederkehrenden Reibepunkt: Liedermacher der Hamburger Schule, chaotisch, unkorrumpierbar und zuweilen moralisierende Nervensäge im Kultur- und Medienbetrieb. Über Groupiedämmerung, Halblang, Kleines!, Stadt, Land, Schluss! und die späteren Stiftungs- und UFO-Stücke bleibt die Linie erkennbar: politische und mediale Satire, die Institutionen, Förderlogik und Selbstbeschreibung der „finalmodernen“ Gesellschaft hörbar macht – unabhängig produziert, oft an den Rändern der öffentlich-rechtlichen Aufmerksamkeit.